Yoga

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chtsame und regelmässige Yoga-Praxis führt uns zurück zu uns selbst. Wenn wir die Achtsamkeit mit in den Alltag nehmen, können Körper, Psyche und Seele wieder zu einer Ganzheit werden. Dies führt zu einer tiefen Zufriedenheit, die direkt aus unserem Innern kommt und zeigt sich in mehr Klarheit und Bewusstheit in unseren Gedanken und Handlungen. Egal ob Du Entspannung, Stabilität, Flexibilität, Leichtigkeit oder eine tiefere Erfahrung suchst – Yoga wirkt und tut einfach gut!

Folgende Elemente bilden die Grundbausteine in meinem Yoga-Unterricht:

  • Asana – Achtsame Bewegung: Variantenreiche Körperhaltungen, der jeweiligen Person und ihrem Körper entsprechend angepasst, mit dem Ziel, den Körper stabil, gesund und beweglich im Sinne von gut funktionierend zu erhalten.
  • Pranayama – Achtsame Atmung: Bewusster Umgang mit der Atmung als ein herausragendes Werkzeug mit Auswirkungen auf allen Ebenen.
  • Samyama – Achtsame Bewusstwerdung: Sammlung des Geistes, Umgang mit der oft wilden und unsteten Natur der Gedanken, Bewusstwerdung der inneren Vorgänge durch verschiedene Meditations-Techniken.
  • Mantra – Verbindung schaffen: Als Musikerin liebe ich es, in den Stunden auch das herzöffnende Mantra-Singen zu integrieren, sei es zur Vertiefung der Entspannung am Schluss oder als Meditationsform.
„Trotz unserer Unterschiede sind wir alle gleich. Jenseits der Identitäten und Verlangen gibt es ein gemeinsames Zentrum, einen inneren Kern – eine essentielle Menschlichkeit, deren Wesen Frieden, deren Ausdruck das Denken und dessen Handeln bedingungslose Liebe ist. Wenn wir uns mit jenem inneren Kern identifizieren, wenn wir ihn bei anderen ebenso wie auch in uns selbst ehren, erfahren wir in allen Bereichen des Lebens Heilung.“

- Joan Borysenko

Der achtfache Yoga-Weg

Patanjali beschreibt im Yoga Sutra die acht Stufen auf dem Yoga-Weg. Das Patanjali Yoga Sutra ist ein zentraler Yoga-Leitfaden. Auch heute, nach 2000 Jahren, kann er nach wie vor ein wertvoller Wegweiser für ein bewusstes und achtsames Leben sein.

Yama

Ethik und soziales Verhalten

  • Ahimsa: Gewaltlosigkeit
  • Satya: Wahrhaftigkeit
  • Asteya: Nichtstehlen
  • Brahmacharya: Leben im Bewusstsein einer Kraft, die uns übersteigt
  • Aparigraha: Nichtbegehren

Niyama

Umgang mit sich selber

  • Shauca: Reinheit körperlich und im Geist
  • Santosha: Innere Zufriedenheit
  • Tapas: Das innere Feuer, Durchhaltewille
  • Svadhyaya: Selbststudium und Studium der Schriften
  • Ishvarapranidhana: Hingabe

Asana

Umgang mit dem Körper

Ursprünglich beschreibt Patanjali hier die aufrechte Sitzhaltung als Voraussetzung für die Meditation. Gemeint ist jedoch auch eine Vielzahl von Körperhaltungen, welche auf physischer, jedoch auch auf psychischer und energetischer Ebene wirken.

Pranayama

Umgang mit dem Atem

Im Pranayama geht es um einen bewussten Umgang mit dem Atem und der Lebensenergie. Die Wirkung der Atemübungen, ob anregend oder beruhigend, ist unmittelbar spürbar und der Atem ein zentrales Element in der Yoga-Praxis.

Pratyahara

Rückzug der Sinne

Wie eine Schildkröte ihre Glieder und den Kopf einziehen kann, kann der Mensch seine Sinne von der Aussenwelt nach innen ziehen. Die Sinne verhalten sich oft sehr wild und wir lassen uns von Unwichtigem ablenken. Wenn die Sinne nicht mehr im Aussen festkleben, kann es ruhiger im Innern werden.

Dharana

Konzentration

Die auf einen Punkt gerichtete oder einspitzige Konzentration (Ekagrata) ist die Vorstufe zur Meditation. Der Geist kann zur Ruhe kommen. Durch diese Konzentration wird eine Öffnung des Geistes möglich, aus der sich ein meditativer Zustand ergeben kann.

Dhyana

Meditation

Wenn die Konzentration auf einen Punkt klar und beständig ist, kann sich dieser Punkt plötzlich in eine endlose Weite verwandeln, eine Weite, die alles umfasst, in totaler Präsenz. Dies ist der Zustand der Meditation. Die äusserst heilsame Wirkung der Meditation fördert Selbsterkenntnis, schenkt Verbundenheit und Mitgefühl mit sich selbst und andern.

Samadhi

Einswerdung

Samadhi ist der Ort, an dem die Gedanken bereits wieder umkehren, bevor sie sich manifestieren. Worte gibt es dafür eigentlich keine. Wir alle erleben jedoch ab und zu kurze, flüchtige Momente der Einheit, sei es in einer Meditation, in der Bewegung, in der Natur oder in anderen Situationen. Der vollendete Samadhi-Zustand ist die höchste Stufe der Meditation.

Die drei letzten Stufen Dharana, Dyhana und Samadhi richten sich mehr und mehr nach innen und bilden zusammen Samyama, den Yoga der Integration. Pratyahara bildet die Schwelle zur Innenwelt, während sich die ersten vier Stufen noch mehr mit der äusseren Welt und ihren Begebenheiten befassen.