Meditation mit Martin Kalff 23.-25.9.22

Metta — Praxis des Wohlwollen für alle Wesen

Es ist uns eine grosse Ehre, den Gastlehrer Martin Kalff mit einem Meditationskurs zum Thema „Metta“ im Soulspace Thun begrüssen zu dürfen. Übersetzungen für Metta sind: Freundlichkeit, liebende Güte, aktives Interesse an Anderen, Liebe, Freundschaft, Sympathie.

Metta – Meditation über unermessliches Wohlwollen

In einer Zeit, in der an vielen Orten Gewalt herrscht und wir mit drängenden Problemen wie dem des  Klimawandels konfrontiert sind, ist es wichtig, die inneren Kriege zu beenden und in Harmonie mit unserer inneren Welt zu leben.

Haben wir einmal innere Ruhe gefunden und unsere eigenen Anteile liebevoll angenommen, finden sich leichter Wege, diese Haltung auch im Aussen zu leben.

Mit diesem Ziel üben wir die Meditation des unermesslichen Wohlwollens. Dieses Wohlwollen ist unermesslich, weil auf uns selber, alle inneren Anteile und alle Lebewesen konzentriert, Menschen und Tiere.

Dabei unterstützt uns stille Sitzmeditation und Gehmeditation.

Der Kurs findet im Schweigen statt. Dies hilft, die eigene Ruhe zu finden.

Lockere Kleidung hilft. Sitzkissen und Stühle sind vorhanden. Meditation ist auch auf einem Stuhl möglich.

Freitag:  Einführung/Meditation 19:30 – 21:00 Uhr

Samstag: 9:30 – 17:00 Uhr

Sonntag: 10:00 – 12:30 Uhr

Zu Martin Kalff:
Es ist bezeichnend für Martin Kalff’s Lehrtätigkeit, dass er sich intensiv mit den Berührungspunkten zwischen Psychologie und Buddhismus auseinandersetzt und deshalb weltweit zu Vorträgen und Kursen eingeladen wird – sowohl von psychologischer wie meditativer Seite.
Er schloss Theologie an der Universität Zürich und Religionswissenschaften an der Columbia Universität in New York mit Schwerpunkt Buddhismus ab. Seit 1984 praktiziert Martin Kalff die Beratung mit der Methode des Sandspiels, welche die Psychologie von C.G. Jung zur Grundlage hat.
Martin Kalff (Dr. phil.) hatte 1969 die erste Gelegenheit in Dharamsala S.H. dem Dalai Lama in einer privaten Audienz zu begegnen. Dies war der Anfang einer langjährigen, intensiven Beschäftigung mit dem Tibetischen Buddhismus, welcher ihm von bedeutenden Lamas in Indien und Europa vermittelt wurde. Er war Übersetzer und Schüler von Gesche Jamapa Lodrö und seinem heutigen Nachfolger Lodrö Rinpoche, welche beide jahrelang am Buddhistischen Zentrum Zollikon lehrten. Höhepunkte sind seit Beginn die persönlichen Gespräche und privaten Belehrungen durch den Dalai Lama. 1994 erhielt Martin Kalff vom Dalai Lama die Erlaubnis selber Dharma zu lehren.
Martin Kalff ist Mitbegründer und gegenwärtig Präsident des Buddhistischen Zentrums in Zollikon (BZZ oder tibetisch Yiga Choezin), das vor 40 Jahren begründet wurde. Am BZZ vermittelt er eine breite Palette von regelmässigen Kursen und Einzelveranstaltungen. Diese reichen von Achtsamkeitsmeditationen (Shamata), welche in offener Weise für Menschen mit oder ohne buddhistischem Hintergrund geeignet sind, bis zu traditionell tibetischen Übungsgruppen wie die Praxis der Vorbereitenden Übungen oder Vertiefungstage  zur Philosophie des Buddhismus.

Kurskosten:
Organisation & Miete Soulspace: 90.-
Wertschätzung für die Praxis und Lebensunterhalt für Martin Kalff: Dana (Empfehlung: je nach Situation, in der du dich befindest, mehr oder weniger rund um 200.-)


  • Was ist Dana?

    Dana ist eine „Praxis des Gebens“ aus der buddhistischen Tradition. Dana bedeutet, dass der Betrag für den Kurs frei gewählt wird, so dass Menschen unabhängig von ihrer finanziellen Situation am Kurs teilnehmen können.

    Dana ist ein Pali-Wort und bedeutet „Grosszügigkeit“ oder „Geschenk“. Es ist direkt verwandt mit dem lateinischen Wort „donum“ und dadurch auch mit den englischen Wörtern „donate“ (schenken, spenden) und „donation“ (Spende, Stiftung). Die Weisheits-Lehren des Buddha werden als unbezahlbar betrachtet und deshalb umsonst und freigiebig weitergegeben. Bereits zu Zeiten des historischen Buddha und auch heute leben viele Dharma-Lehrende (und buddhistische Mönche und Nonnen) ausschliesslich von den Spenden und Gaben, die sie von der Laiengemeinde erhalten, nebst finanzieller Zuwendung teilweise auch Kleidung, Nahrung, Unterkunft und medizinische Versorgung.
    Es gibt jedoch weitere Aspekte, die weit über diese praktische Dimension hinausgehen: Der Akt der Grosszügigkeit ist von unschätzbarem Wert für die gebende Person selber. Es öffnet das Herz, vermindert für einen Moment die Selbstbezogenheit und räumt dem Wohlergehen anderer Bedeutung ein.

    Wir danken dir herzlich für deinen wertvollen Beitrag!