Chaos

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haos – das Loslassen der Kontrolle. Es braucht Mut, dem Leben zu vertrauen, wenn wir gerade nicht wissen, wie es weitergehen soll. Auch wenn wir es uns vielleicht wünschen würden – das Leben ist nie kontrollierbar und nicht voraussehbar. Das teilen wir alle miteinander. Deshalb lassen wir uns im Chaos wie in der Waschmaschine bewegen – wir lassen los, geben unseren Körper der Musik hin, torkeln, schütteln, stolpern. Chaos ist Hingabe an das „Nicht-Wissen“. Tausende von Gedanken beeinflussen unser Leben – die einen sind hilfreich, andere zerstörerisch. Der Mensch neigt dazu, gerne alles „im Griff“ haben zu wollen, was ein guter Nährboden zum Bewerten, Fixieren, Schubladisieren ist. Das Einteilen in „gut“ und „schlecht“, „lieb“ und „böse“, „schwarz“ und „weiss“ trennt uns voneinander und schafft Leiden. Chaos zu tanzen hilft, fixe Bilder von sich selbst und anderen loszulassen, sich selber und einander immer wieder eine neue Chance zu geben. Jede Sekunde ist frisch und neu – jeder Moment die Chance zu einem Neubeginn.
Durch das Lockern der gesamten Muskulatur, des Gewebes, des gesamten Körpers können Gedanken, Blockaden, selbstauferlegten Druck oder Glaubenssätze, Belastungen, Minderwertigkeitsgefühle, alte Verletzungen oder Schmerz aufgelockert und Stück für Stück in Kopf und Körper verändert, durchlüftet und transformiert werden.

Chaostanz ist Friedensarbeit – das Loslassen von fixen Bildern und starren Meinungen über uns selbst und andere kann neue Möglichkeiten und Wege eröffnen, fördert Flexibilität und Offenheit in Herz und Geist.